Burgruine Wildenburg


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Die Burg Wildenberg liegt auf einem Ausläufer des Preunschner Bergs in etwa 367m Meereshöhe. Die Kernburg bildet ein großes, dem Gelände angepaßtes Rechteck von 90m Länge und 39m Breite

 

Burg WIldenberg gehört zweifellos zu den bedeutendsten Burganlagen Deutschlands. Trotz Zerstörung und Zerfall hat sie ihr hochmittelalterliches Aussehen unverfälscht bewahren können. Sie ist Ausdruck einer glanzvollen Epoche deutscher Geschichte, der Zeit der Staufer, des Rittertums und der Minne.

Erbaut wurde die Burg um 1170 von den Herren von Dürn, die mit Rupertus de Durne plötzlich in das Rampenlicht der Geschichte traten und von seinem Enkel, Konrad von Dürn, zu ihrer ganzen Pracht ausgebaut wurde. Nach dem Tode von Konrad von Dürn begann der Zerfall des Adelsgeschlecht. 1271 verkaufte Ulrich III. Burg Wildenberg mit der oberen Zent dem Mainzer Erzbischof Werner von Eppstein.

Burg Wildenberg wurde mainzischer Amtssitz und aus der einst stolzen Ritterburg wurde ein Verwaltungszentrum der fünf Amorbacher Zenten. Das Ende der Burg Wildenberg kam am 4.Mai 1525. Kampflos fiel sie in die Hände aufständischen Bauern, wurde von der aufgebrachten Menge niedergebrannt und ist seit dem eine Ruine.

Besonders beeindruckend sind der Palas von 23 x 9m, die Größe des Kamins mit einer Feuerfläche von 9 m² und die prachtvollen Fenstergruppen des Lichtdurchfluteten Arkadensaales. SIe sind Ausdruck des ritterlichen Selbstverständnisses einer glanzvollen Epoche. Burg Wildenberg diente Wolfram von Eschenbach als Vorbild für die Gralsburg in seinem höfischen Ritterepos "Parzival"

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